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Den oft gehörten „Mehrwert“ könnte man getrost als Werbe-Unwort des Jahres einreichen. Würden nur Kunden von Social Media Agenturen in der Jury sitzen, er würde sogar gewinnen. Denn kein Wort wird im Zusammenhang mit dem Betreiben einer eigenen Facebook Seite, einem Blog oder Twitter Account häufiger verwendet als dieses (wir bekennen uns sogar selbst schuldig!). Doch was steckt hinter diesem Wort? Was ist denn mehr wert? Und vor allem mehr wert als was? Dass hinter diesem Begriff viel mehr als eine leere Worthülse steht – und vor allem, dass es immer noch der wichtigste Faktor für jede Social Media Anstrengung ist, darum geht es in dieser Beitragsreihe.
Um es nicht auf die Spitze zu treiben, versuche ich mal, das Wort Mehrwert ab hier nur noch dreimal zu nutzen (dieser Satz nicht mitgerechnet!).
Zunächst sei die Frage erlaubt: WARUM müssen denn Social Media Aktionen einen Mehrwert beinhalten? Die Antwort ist kurz wie einfach: Weil es sonst niemand nutzt. Die Erklärung ist dafür etwas länger: Klassische Werbung muss so gut wie nie „genutzt“ werden. Sicher haben auch klassische Werbeaktionen – gerade die besonders guten – besagten Faktor, doch es ist nicht unumgänglich. Denn klassische Werbung ist und bleibt Interruption – und regt in den wenigsten Fällen zum mitmachen an. Ich bleibe dran, weil ich die Fernsehsendung weitersehen, das nächste Lied im Radio hören oder den Artikel auf der nächsten Seite lesen will. Ich nehme nicht aktiv teil. Social Media Anstrengungen, egal ob eine Facebook-Seite, eine Kampagne oder mein Blog, lebt von zwei wichtigen Faktoren:
Die User müssen freiwillig und aktiv mitwirken.
Jim Carrey fragt in dem Film „Bruce Allmächtig“ Morgan Freeman – also Gott: „Wie soll ich einen Menschen zu etwas bewegen, wenn ich seinen Willen nicht beeinflussen kann?“ – gute Frage! Und genau diese Frage ist es, die man schlicht und ergreifend mit einem Wort beantworten kann: Mehrwert. Für jede Anstrengung – sei es das Aufstehen aus dem Bett, nette Worte für einen Mitmenschen oder den Klick auf einen Button – brauche ich als Mensch eine Motivation, einen Grund. Ich tue nichts einfach so. Und genau hier beginnt es spannend zu werden: Was kann ich als Werbetreibender den Menschen bieten, damit sie sich mit mir und meinen Aktionen in Verbindung setzen?
Die Frage wird heute, in den Kinderschuhen des Social Media Marketing, relativ plump beantwortet: Er kann etwas gewinnen! Ist natürlich ein guter erster Ansatz, um ein wenig auf sich aufmerksam zu machen. Aber wenn man erstmal ein gewisses Publikum hat (wie z.B. Blog-Leser oder Facebook Fans), geht es vor allem darum, dass sie aktiv und freiwillig mit mir in Verbindung treten wollen.
Wenn dies als zentraler Gedanke in eine Social Media Marketing Strategie einfließt, hat man schon viel gewonnen. Was alles Mehrwert sein kann, wie man ihn erschafft und wo es schon besonders gut funktioniert hat, erfahrt ihr in den nächsten Teilen der Reihe.
Thema für Teil 2: Mehrwert – Was es alles sein kann
PS: Ha! Genau dreimal!
Tagged as: mehrwert, Social Media, social media marketing, theorie