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Eyetracking: 5 Tipps für Facebookseiten-Betreiber

2011.12.20 - Alex Holzhammer - Kommentare

Das Titelbild? Die Pinnwand? Oder doch die Bilder von den halbnackten Frauen in meiner Bilderreihe? Auf was achten eigentlich User, wenn sie eine Facebook Seite besuchen?

User befragen kann ja jeder und weil Mashable.com nicht jeder ist, haben sie sich gedacht: Eye-Tracking ist viel cooler. Bei diesem Test, bei dem die Augen von 30 Probanden mit einer Kamera verfolgt wurden, die genau checkte, wohin ihr Blick fällt, sind sehr interessante Ergebnisse zustandekommen. Lies weiter, um mehr zu erfahren, nur zwei Dinge vorweg: Content was, is and will ever be king! & Sex sells … still!
Anhand der Seiten von Coca Cola, Skittles, Starbucks, Victoria’s Secrets, Playstation, Converse, Pringles und Red Bull wurden die Testteilnehmer daraufhin getestet, wohin sie schauen, wie lange sie bestimmte Teile der Page fixieren und auch in welcher Reihenfolge sie die verschiedenen Elemente wahrnehmen. Hier sind die wichtigsten Schlüsse, die aus dem Test hervorgegangen sind:

1. Pinnwand beats’em all!

Auf nahezu allen Facebook-Seiten hat sich das gleiche Bild herauskristallisiert. Besucher schauen zuerst und auch am längsten auf die Pinnwand einer Seite. Sie lesen also den Content, schauen sich Bilder an oder lesen, was andere User für Kommentare hinterlassen haben. Weiters gilt: Die obersten Postings bekommen die meiste Aufmerksamkeit. Je weiter unten ein Posting sich befindet, umso weniger User nehmen es überhaupt wahr.

Bedeutet: Content ist immer noch King und die Pinnwand ist das, worum sich ein Seitenbetreiber am meisten kümmern muss.

 

2. Profilbild ist nicht gleich Profilbild

Bei den Profilbildern gab es die größten Unterschiede im Test. Während z.B. das Bild von Coca Cola mit seiner großen Glasflasche nur von 57% aller User überhaupt wahrgenommen wurde, sahen die bunte Skittle Packung über 90%. Generell gilt: Profilbilder mit Gesichtern werden besser wahrgenommen. Wenn man Coca Cola und Skittles vergleicht, ist man, auch wenn im Skittles Bild ein Gesicht vorkommt, geneigt zu sagen: Je auffälliger, desto besser. Es ist zwar kein Beweis, aber der Unterschied zwischen “nihilistisch” und “bunt und wild” in Verbindung mit der zugeschriebenen Aufmerksamkeit zwischen Coca Cola und Skittles ist eklatant.

Bedeutet: Passiert im Profilbild viel, wird es auch viel gesehen, was die Brand Perception erhöht.

 

3. Foto Foto!

 

Fotos auf der Pinnwand bringen Aufmerksamkeit. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Seite von Playstation die meisten Bilder auf der Pinnwand hat und gleichzeitig die meistbeachtete Pinnwand von allen Testseiten vorweisen kann. Was auch schon aus Studien zur Content Consumption hervorgegangen ist, gilt auch hier: Bilder ziehen viel Aufmerksamkeit auf sich und sind somit ein Eyecatcher, auf den man Acht geben sollte.

Profilbilder von Coca Cola und Skittles

Bedeutet: In der Content Strategie sollten Bilder einen wichtigen Part spielen. Und es ist wichtig, auf ihre Qualität zu achten.

 

 

4. Tabs brauchen Unterstützung

Die Unterseiten einer Facebook-Seite bekommen gemeinhin sehr wenig Aufmerksamkeit. Kaum ein User schaut direkt auf die Links zu den Unterseiten, die damit oft – auch wenn sie liebevoll gestaltet sind – auf der Strecke bleiben.  Was heißt das für einen Seitenbetreiber? Er muss diese Links mit den anderen Elementen seiner Seite unterstützen, z.B. im Profilbild auf ein Gewinnspiel hinweisen oder in den Pinnwandbeiträgen auf Unterseiten linken.

Bedeutet: Ohne Hilfe der anderen Elemente sind die Links zu Unterseiten verloren.

 

5. Sex sells … still.

Vieles hat sich durch Social Media verändert, doch eine Sache kann auch Mark Zuckerberg nicht verhindern: Sex sells! Die Facebook Seite von Victoria’s Secrets macht die eine große Ausnahme, in der die User mehr auf das Profilbild geachtet haben als auf die Pinnwand oder andere Dinge. Dabei wurde übrigens nicht zwischen Männern und Frauen unterschieden. Interessant: Das Gesicht zog im Test mehr Aufmerksamkeit auf sich als der BH. Ob die getesteten Männer allerdings ohne Augenkamera das gleiche Verhalten an den Tag gelegt hätten, bleibt zu bezweifeln, die Redaktion hat berechtigte Zweifel! ;)  

Bedeutet: Rate mal!

 

Wer sich noch näher zu dem Thema informieren will, kann sich im Mashable Report die gesamten Eye Tracking Ergebnisse ansehen.


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